Einholm Stahltreppe – Flansche und Stützen – Teil I

Der Hauptträger wird an der Decke angehängt und an der Wand aufgestützt hierfür baue ich eine Flanschplatte mit zwei Laschen und ein Auflager zur Wandmontage.
Die Flanschplatte bekommt vier Befestigungslöcher für 16mm Verbundanker um den Flansch an der Decke zu verankern.



Hier werden die bereits vorgebohrten Laschen aus 10mm Blech zugeschnitten und gefast, was eine ordentliche Schweißnaht ermöglicht.

Nochmal nachmessen ob der Winkel auch passt.

Die Laschen werden auf den Träger gespannt um in Endlage zu stehen. Zwischen Träger und Lasche klemmt jeweils ein 0,8mm Blech um einen kleinen Spalt für Beschichtung und Spiel zu erhalten.

Hier leisten die Bessey Zwingen wieder hervorragende Dienste, da gewaltige Vorspannkräfte möglich sind und die Bedienung durch den Knebel sehr einfach ist. Zum Schweißen wirklich unverzichtbar. Unnötig zu erwähnen, dass an der Flanschplatte Positions Risse angebracht wurden, die anzeigen wo die Flansche zentrisch angeschweißt werden.

Und angeschweißt sieht das dann so aus.

Für diese Naht muss ich meine MIG Anlage auf 80 Prozent aufdrehen um ordentlich durchzuschweißen und das 10mm Blech aufzuschmelzen. Die Naht ist stechend hergestellt.
Hier sind die Spritzer schon entfernt.

An der Außenseite kommt noch eine Ausstrebung an die Lasche, die mit einem kleinen Opferstück angeschweißt wird, da ich die Naht sonst nicht sauber zu Ende bekommen hätte.

Dieser Überstand wird dann einfach abgetrennt.

Und fertig ist der Deckenflansch.

Montiert sieht der Flansch dann so aus. Hier habe ich nochmal zwei zusätzliche Anker gesetzt, da ich einen der ursprünglichen Anker wegen eines Eisentreffers nicht in voller Tiefe gesetzt habe. Den Bewehrungstahl hätte ich schon durchtrennen können, was ich aus Respekt vor der Statik aber gerne bleiben lasse, um die als Kragplatte ausgeführte Galerie nicht unnötig zu schwächen.