Verbesserter Mobilfunkempfang mit einer Außenantenne – Teil I

Verbesserter Mobilfunkempfang  mit einer Außenantenne

Der  Mobilfunkempfang an meinem Wohnort ist schwach. Im Garten funktioniert das Telefonieren noch sehr gut, im Haus dann eher nicht.

Wie bekommt man nun das Funksignal ins Haus um z.B. am Schreibtisch zu telefonieren?

 

Da ich das Mobiltelefon auch dienstlich brauche habe ich mir etwas Arbeit gemacht und das Telefon mit einer Außenantenne verbunden

Welche Komponenten brauche ich?

Die Anlage besteht aus einer Außenantenne im Garten,

einem KoaxKabel zur Verbindung in den Garten,

einer Ladehalterung fürs Auto, die auf dem Schreibtisch steht,

und einem Signalkompenser,  ebenfalls aus dem Automobilbereich.

Die Außenantenne ist ein fertiger Aluminiummast von WiMo, den es  in zahlreichen Ausfertigungen zu kaufen gibt.

Ich habe eine 5 Meter Variante gewählt. Und als Antenne einer Yagi Antenne für D-Netz.

 

Das ganze schwebt natürlich nicht von alleine in der Luft, so dass es eine Menge Halterungen und Verlegungen gibt.

Mein Endresultat, auf der Signalanzeige des IPhone sollen auch im Haus vier Balken angezeigt werden.

Die Antenne wird im Garten einbetoniert

Zuerst kommt der  Antennenmast in den Garten, der natürlich befestigt sein will.

 

Dazu habe ich ein Loch mit einem Querschnitt von 40 x 40 cm gegraben, das frostfest 80 cm tief herunterreicht.

Der Beton für diesen Fundament Block wiegt bei einer Rohdichte von 2000 kg/m³  256 kg. Was nicht so wahnsinnig viel ist, wenn der Mast auf 4 Meter ausgefahren wird.

Da ich in meinem Fall das Fundament hinter einen L-Stein packen kann partizipiere ich noch vom Gewicht des L-Steins.

In den Beton kommt ein Stück von einer Baustütze, die eine schöne Flanschplatte liefert und  obendrein feuerverzinkt ist.

In den Beton kommt ein Leerrohr für das Koaxkabel, das im Flansch innen durchläuft.

Da hier  der L-Stein die Schalung begrenzt nutze ich eine Stahlöse des L-Steins um das Stahlrohr der Betonstütze zu befestigen.

Jetzt wird das Fundament betoniert, wobei die Betonfertigmischung exakt nach Herstellerangabe mit Wasser versetzt und mit dem Quirl oder dem Freifallmischer gemischt wird.

Der Beton kommt in die Schalung und darf dann fest werden. 

Wenn der Beton durchgehärtet ist, ausschalen und …. so sieht`s dann aus.

Nach dem Betonieren wird ein 150 cm langer Kreuzerder neben dem Fundament in den Boden getrieben und eine verzinkte Flachleitung vom Kreuzerder an den Montageflansch herangeführt.

Wer  sich diesen Schritt elegant erspart wird beim nächsten Gewitter möglicherweise mit Entladungen im Zimmer entlohnt was schon mal tödlich enden kann. 

Also wer Antennen baut muss diese auch ordentlich erden!

Jetzt kommt der Mast an die Reihe

Dann wird der untere Teil des Mastes gefertigt.

Ich habe hierfür einen Teil einer Baustütze verwendet und ganz schlicht den eigentlichen Aluminium Mast mit zwei Gelenkbolzen Spannbändern an die Stahlstütze geklemmt.

Am Mastunterteil wird auch der Klemmkasten für die Verbindung der Koaxialkabel montiert.

Zur Verbindung von Mast und Stahlstütze habe ich aus Aluminium noch zwei einfache Prismen gesägt. Die Prismen sorgen für eine sichere Verbindung der Rohre, die mit den zwei Gelenkbolzenschellen aneinandergepresst werden.

Durch den Flansch der Baustützen ist eine Montage des Mastes auf dem Fundament sehr einfach durchzuführen. Lediglich 4 Schrauben verbinden die Flansche. Mit Unterlegscheiben und Muttern kann zudem die Neigung des Mastes sehr einfach reguliert werden.

Nach der endgültigen Montage wird schließlich das Unterteil des Mastes durch ein flexibles Anschlusselement und eine spezielle Mastschelle, ebenfalls von Dehn, mit der Fundamentfahne des Blitzableiters verbunden, um so eine sichere Verbindung herzustellen.

Die Yagi Antenne kommt an die Mastspitze und der Mast wird ausgefahren. Das Koaxialkabel wird mit UV-beständigen Kabelbindern sorgfältig am Mast entlang verlegt und kommt in den Verbindungskasten am Mastfuß, wo es mit einem RG 213 verbunden wird.

Denn das Kabel zwischen Garten und Haus ist ein RG 213 Kabel, das mit entsprechenden Verbindern gekrimpt und, in meinem Fall, unter einem Gartenweg hindurch zum Haus verlegt und ansteigend in das Mauerwerk geführt wurde.

Die Einführung in das Mauerwerk erfolgt ansteigend, um das Eindringen von Feuchtigkeit auszuschließen.

Das Kabel endet im Hausinneren in einer Unterputzdose mit einem N-Stecker, um hier ein Kabel, das zum Cradl führt, anschließen zu können.

Zwischen Telefon und Wanddose ist noch ein Signal Compesner von Funkwerk Dabendorf geschaltet, der von einem kleinen Netzteil mit 350 mA versorgt wird . Somit werden die Verluste im Kabel ausgeglichen.

Das Telefon selbst muss dann zum Telefonieren in der Autohalterung verbleiben. In meinem Fall eine Bury Halterung.

In der Autohalterung erfolgt dann eine Kopplung in die Geräte Antenne des Telefons, über eine in der Halterung eingebaute Antennenschleife.

Das ist also keine Sendeanlage sondern eine Verlängerung der Geräteantenne!

Das Telefonnieren selbst funktioniert dann mit einem Bluetooth Headset, das mit dem Telefon verbunden ist.

Die Autohalterung hat neben einem Stromanschluss ein Koaxialkabel, das mit dem Signal Compenser verbunden wurde. Der Compenser hat für die Verbindung der Koaxialkabel FAKRA Verbindungen, die es für kleines Geld zum Löten oder Krimpen in der Bucht gibt.

 

Demnächst gibt es noch mehr Details zur Tischhalterung.