Jalousien außen – Planung

 

Immer im Sommer fällt es mir siedend heiß ein, es fehlt noch die Abschattung für die Fassade. Im Sommer führt das zu einer nicht unerheblichen Aufheizung des Gebäudes sowie einem übermäßigen Altern aller der Sonne ausgesetzten Flächen durch den UV Anteil des Lichts. 

Die Abschattung soll über außen angebrachte Metall Jalousien realisiert werden, die automatisch geführt werden aber natürlich auch auf Tastendruck von innen reagieren.

Schon in der Rohbau Phase habe ich Leitungen zu jedem Fenster gelegt und dazu einige Steuerleitungen, die jeweils neben den Fenstern enden.

Der erste Schritt in der Planung ist eine kleine Liste mit den Fensteröffnungen  und den geplanten Gruppen, in denen die Jalousien sich bewegen sollen. Zu berücksichtigen sind zentral gesteuerte Bewegungen aller Jalousien, z.B. bei Sturm, das Freihalten von Fluchtwegen im Brandfall und idealerweise eine Sonnen geführte Steuerung der Abschattung zur energetischen Optimierung des Gebäudes.

Das ganze Projekt teile ich in “mechanische Befestigung bzw. Montage der Jalousien” und die “elektrische Steuerung”. 

Alle Leitungen enden in der Elektroverteilung im Keller, wo der erste Schaltkasten für die Aktoren schon hängt.

Hier ist auch schon die USV, die den Steuerungsaufbau vor Schwankungen in der Stromversorgung schützt und im Notfall ein Hochfahren der Jalousien auch bei Stromausfall ermöglicht.

Zuerst baue ich aber mal die Steuerung, die ich per KNX realisiere, was es erst mal zu lernen gilt.

Zu diesem Zweck habe ich, das ist mein erstes KNX Projekt, schon angefangen in einem Schaltkasten (vom Flohmarkt für fünf Euro )

die Basiskomponenten einer KNX Installation aufzubauen.

Dazu gehören eine Stromversorgung und eine IP Schnittstelle. Schaltsignale erzeuge ich in einem Binäreingang und verarbeite sie in einem Schaltaktor für Jalousien.

 

Um ausreichend Platz für Klemmen zu haben kommt noch eine zweite Hutschiene in den Kasten, die vom Meterstück ordentlich abgelängt wird.

Ohne Anzeichnen sieht das wieder so abgebissen aus, daher ordentlich mit dem Winkel anzeichnen, absägen und mit der Feile sorgfältig entgraten.

Das Ganze kommt in den Schaltkasten und wurde dort ordentlich mit Reihenklemmen angeschlossen. Im nächsten Schritt wird nun konfiguriert. 

Ein Konturenkabel sorgt für Anschluss an der Steckdose und wird mit einer Verschraubung durch die Wand des Kastens geführt.

Im Kasten werden alle KNX Elemente mit dem vorgesehenen Bus Kabel EIB-YSTY 2X2X0,8 verbunden und auch die Stromversorgung für die IP Schnittstelle realisiert.

Um das ganze ordentlich und ohne Einschränkungen realisieren zu können kaufe ich mir noch eine ETS5 Lizenz mit der ich das KNX Projekt am Laptop realisieren kann.

Zur ersten Inbetriebnahme funktioniert hier auch die Demo Version der ETS5, die von der KNX Organisation zum Download  bereitgestellt wird.  

Hier empfiehlt sich dringend die Anmeldung in den einschlägigen KNX Foren, wo eine Menge Experten sitzen, die auf freundliche Nachfrage Ihr tiefes Wissen teilen.

 

Weiter verschlinge ich natürlich einige Fachbücher aus der Uni-Bibliothek und die bis zu hundertseitigen Dokumentationen der Geräte Hersteller, die sehr präzise das spezifische Verhalten der Geräte beschreiben.

Zu Testzwecken kommt jetzt noch eine gebrauchte Jalousie her, an der ich meine Steuerung dann erproben kann.